Altersvorsorge – Lieber 20 Minuten rechnen, als 20 Jahre (vergeblich) hoffen
Altersvorsorge – Lieber 20 Minuten rechnen, als 20 Jahre (vergeblich) hoffen
Die meisten Menschen machen bei Altersvorsorge genau zwei Dinge: Nichts –oder irgendwas. Beides führt irgendwohin, aber selten ans Ziel.
Die einen hoffen einfach, dass „es schon irgendwie passen wird“. Dass die Rente reicht. Dass der Staat es schon noch richten wird. Die anderen kaufen Produkte: hier ein Vertrag, da eine Versicherung, dort ein bisschen ETF. Klingt nach Aktion – ist aber oft nur teure Beschäftigung. Denn das Entscheidende passiert fast nie:
Niemand rechnet durch, ob das überhaupt reicht.
Und noch grundlegender: Viele haben nicht mal ein klares Ziel. Sie lassen sich überraschen, was sie sich später „leisten können“, wenn sie nicht mehr arbeiten. Als wäre das ein Gewinnspiel. Das ist keine Vorsorge. Das ist Zufall.
Dabei ist das Ganze eigentlich einfach: Du brauchst zuerst eine einzige Klarheit:
Wie viel Geld willst du später pro Monat haben – was kommt sicher rein – und wie lange muss die Lücke gefüllt werden?
Wenn du das einmal sauber machst, bist du den meisten Jahre voraus. Einfach weil du das tust, was fast niemand tut: Du planst mit Zahlen statt mit Hoffnung.
Schritt 1: Wann willst du dein Geld brauchen – und wie lange ungefähr?
Bevor wir über Geld reden, klären wir Zeit. Denn eine Rentenlücke ist kein „Monatsproblem“, sondern ein Jahrzehnteproblem. Frag dich: Willst du mit 67 starten? Oder vielleicht schon mit 50 nicht mehr arbeiten müssen?
Und dann die zweite Frage: Wie lange muss es reichen? Niemand kann das exakt wissen. Aber du musst eine realistische Spanne wählen. Wer mit 67 aufhört, plant nicht für 8 Jahre, sondern eher für 20–30 Jahre.
Damit hast du den Rahmen. Jetzt kommt die Zahl.
Schritt 2: Wie viel Geld willst du später im Monat wirklich haben?
Nicht „was wäre schön“, sondern „was brauche ich für meinen gewünschten Lebensstandard.“ Viele unterschätzen später Dinge wie Gesundheit, Mobilität, Reisen und schlicht: mehr Zeit führt oft zu mehr Ausgaben, nicht zu weniger.
Nehmen wir ein Beispiel: Du sagst, du willst im Alter 4.000 Euro netto pro Monat zur Verfügung haben. Kein Luxusleben, aber entspannt.
Schritt 3: Was kommt voraussichtlich rein, ohne dass du dafür arbeiten musst?
Jetzt kommt die Gegenrechnung: Welche Einnahmen erwartest du relativ sicher?
Das ist typischerweise die gesetzliche Rente, vielleicht eine Betriebsrente, eventuell private Renten und – wenn vorhanden – Mieteinnahmen. Wichtig: Miete bitte nicht romantisieren. Eine Immobilie ist kein Geldautomat, sondern ein Asset mit Kosten und Rücklagen.
Im Beispiel nehmen wir an: Du rechnest mit 2.500 Euro netto pro Monat aus „sicheren“ Quellen.
Schritt 4: Die Lücke – und warum du dir jetzt einen Puffer gönnen solltest
Jetzt kommt der entscheidende Moment: Was fehlt?
In unserem Beispiel sind das 1.500 Euro pro Monat. Also 18.000 Euro pro Jahr.
Und jetzt passiert das, was Profis von Amateuren trennt: Profis planen nicht mit der „best case“-Zahl. Sie bauen einen Puffer ein, weil sich Dinge ändern: Inflation, Steuern, Abgaben, Rendite, Timing.
Wir rechnen deshalb nicht mit 18.000 Euro – sondern geben der Zahl bewusst Luft. Sagen wir 20% Sicherheitszuschlag.
Dann planst du nicht mit 18.000 Euro pro Jahr, sondern mit 21.600 Euro pro Jahr. Das klingt nach „Pessimismus“. In Wahrheit ist es das Gegenteil: Es ist ein Plan, der Krisen aushält.
Schritt 5: Jetzt kommt die Weiche – zwei Wege sind legitim
Und jetzt kommt der Teil, den fast niemand sauber trennt. Es gibt zwei völlig legitime Zielbilder. Du musst nur wissen, welches du willst.
Weg A: „Ich spare eine Summe an – und die darf später kleiner werden“
Du willst in 20 Jahren einen Betrag aufgebaut haben und ihn dann über eine gewisse Zeit aufbrauchen. Das ist nicht falsch. Das ist oft sogar sehr sinnvoll, wenn du sagst: „Ich will mein Vermögen bewusst einsetzen.“
Im Beispiel: Du brauchst 21.600 Euro pro Jahr zusätzlich. Wenn du das 20 Jahre lang nutzen willst, musst du grob in der Größenordnung von 400.000 bis 450.000 Euro Kapital aufbauen (je nachdem, wie konservativ du rechnest).
Das ist keine perfekte Mathematik – aber es ist die Art von Zahl, die dir sofort Klarheit gibt: Bin ich auf Kurs oder nicht?
Weg B: „Ich will mein Vermögen weitgehend erhalten – und planbar entnehmen“
Das ist die klassische „ruhig schlafen“-Variante. Du willst nicht, dass dein Kapital sichtbar abschmilzt, sondern du willst eher eine nachhaltige Entnahme. Vielleicht ist es dir auch wichtig, deinen Kindern etwas zu hinterlassen.
Dafür nutzt man oft die 4%-Regel als Daumenwert: Du entnimmst pro Jahr grob 4% deines Depotwerts. Das ist keine Garantie, aber ein verbreiteter Startpunkt. Damit dein Depot nicht schrumpft, brauchst du dann grob 6–7% Rendite im Schnitt – je nach Inflation. Wer konservativer planen will, entnimmt eher 3–3,5%.
Beispiel: Du willst 21.600 € pro Jahr entnehmen:
bei 4%: 21.600 ÷ 0,04 = 540.000 €
bei 3,5%: 21.600 ÷ 0,035 ≈ 617.000 €
bei 3%: 21.600 ÷ 0,03 = 720.000 €
Und hier passiert der Aha-Moment: Die meisten diskutieren über 0,2% mehr ETF-Rendite – aber sie haben nie ausgerechnet, ob sie überhaupt die richtige Zielsumme ansteuern.
Und jetzt die echte Frage: Wie baust du dieses Vermögen sinnvoll auf?
Wenn du diese Zahl kennst, bist du schon weiter als 90% der Menschen. Jetzt geht es um Umsetzung. Und hier machen viele den nächsten Fehler: Sie suchen ein Produkt statt ein System.
Wir machen es pragmatisch: Riester und viele Versicherungsprodukte sind für Vermögensaufbau oft kein guter Weg, weil sie unnötig teuer (Provisionen, Verwaltungsgebühren etc.), unflexibel und kompliziert sind. Wer Vermögen aufbauen will, braucht Transparenz, niedrige Kosten und die Möglichkeit, jederzeit anpassen zu können, wenn sich das Leben ändert.
Was wirklich funktioniert, ist ein System aus zwei Bausteinen:
1) Ein systematisch aufgebautes Aktiendepot
Für die meisten ist das der beste Kern. Warum? Weil du damit drei Dinge bekommst, die entscheidend sind: Du bleibst flexibel, du kannst klein anfangen und skalieren – und du kannst Regeln einbauen, damit Emotionen nicht dein Depot steuern.
Ein gutes Depot ist nicht „ich hab hier ein paar Aktien und da einen ETF“. Ein gutes Depot hat Struktur: ein stabiles Fundament, klare Grenzen fürs Risiko und einen simplen Rhythmus, in dem du prüfst und nachjustierst. Nicht ständig. Aber regelmäßig. Genau wie beim Sport: Der Fortschritt kommt nicht vom perfekten Trainingsplan, sondern davon, dass du ihn durchziehst. Zum kostenlosen „System-Depot“ Webinar geht’s hier!
2) Immobilien als starker Ergänzungsbaustein – wenn du es richtig machst
Immobilien sind nicht „entweder super oder Horror“. Sie sind ein Werkzeug. Und richtig eingesetzt sind sie extrem stark.
Warum? Weil Immobilien Dinge können, die dein Depot so nicht kann: Du kannst mit Fremdkapital arbeiten und dadurch Vermögen schneller aufbauen (hebeln). Du kannst Cashflow erzeugen. Du hast einen Sachwert, der langfristig einen gewissen Inflationsschutz bietet. Und du diversifizierst dein Vermögen, weil Immobilien anders ticken als Börsenkurse.
Ja, Immobilien sind ein Business – aber das ist gerade der Punkt: Wenn du Lage, Zahlen, Finanzierung und Risiko sauber im Griff hast, kannst du damit sehr gezielt Vermögen aufbauen.
Wir machen aus deiner Zahl ein System
Die meisten Menschen scheitern, weil ihnen nie jemand beigebracht hat, wie man anständig investiert und vor allem, weil sie kein System haben, das sie durchziehen können.
Wenn du deine Rentenlücke kennst, ist der nächste Schritt logisch: Du brauchst ein Setup, das zu deinem Ziel passt. Sparen für 20 Jahre? Oder später nachhaltig entnehmen? Depot-only oder Depot plus Immobilienhebel? Das sind Entscheidungen, die man nicht nach Bauchgefühl treffen sollte. Es kommt auf deine Lebensumstände und auf deine konkreten Ziele an. Diese zu ermitteln und mit dir einen individuellen Vermögensplan aufzustellen, das ist unsere Leidenschaft!
Für einen ersten Einblick in unsere Arbeit: Schau in unsere kostenlosen Webinare:
👉 System-Depot
👉 Immobilienstrategien
Und wenn du danach sagst: „Okay – ich will das sauber auf meine Situation angepasst und umgesetzt haben“, dann beraten wir dich dabei und bauen das System gemeinsam so auf, dass du es wirklich durchziehst und dir ein Vermögen aufbaust, das dich absichert und dir finanzielle Freiheit schenkt!
Im persönlichen und ganz individuellen 1 : 1 Coaching bringen wir dir alles über das Investieren an der Börse und/oder Immobilien bei, was du wissen musst und helfen dir, die richtigen Weichen für einen langfristigen Vermögensaufbau zu stellen!
Wir freuen uns auf dich!
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